Csángó's
Ungarische Siedler sind von Mitte des 13. Jh bis zum Ende des
18. Jh in die Moldau ausgewandert bzw. Geflohen. Ihre Nachfolger
werden heute Csángó's genannt.
Die grösstenteils römisch katholische Csángó's haben in Moldau
selbstaendige Siedlungen gegründet, und Jahrhunderte lang ihre
Selbstaendigkeit von den orthodoxen Rumaenen aufbewahrt. Einerseits
erhielt sich auf diese Weise die Kultur der Csángós mit zahlreichen
Elementen der mittelalterlichen Kultur von Europa und Asien,
andererseits durch den Kontakt zu den benachbarten Völkern hat sich
balkanische - rumaenische, slawische und türkische - Elemente
angeeignet. So sind in der musikalischen Bildung der Csángó's sowohl
die ugrischen Klagegesaenge und die mittelalterlichen Gregorianlieder,
Balladen als auch Volkslieder in neuem Stil oder von der rumaenischen
Folklore zu finden. Aehnlicherweise unter den Taenzen sind vom
Altertum der "Öves" und "Kezes", vom Renessaince der
"Kettős", ferner die "Rumaenische", "Bulgarische",
"Serbische", "Russische" Taenze, oder die örtliche Variante des
ungarischen Csárdás aus dem 19. Jh, die sog. "Csárdáska".
Am 23. Mai 2001 gab der Ständige Ausschuss der Europarat
Parlamenta-rischen Versammlung ihre einhellige Zustimmung zum
offiziellen Bericht der finnischen Rapporteurin Tytti Isohookana
Asunmaa, der feststellt, dass die ungarisch sprechende Minderheit in
Moldau, in Rumänien, die Csángós "eine archaische Varietät des
Ungarischen sprechen, sie erhalten alte Traditionen und eine reiche
Volkskunst aufrecht. Ihre Kultur vertritt einen besonderen Wert für
Europa".
National Geographic - 2005
(Further Information in English>>)
|